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Erfolgreiches Präventionsprojekt: 100.000 Jugendliche machen mit beim FinanzFührerschein

15.07.2010

VSE-Pressemitteilung vom 15.07.2010: Mit den Materialien seines FinanzFührerscheins hat der Verein Schuldnerhilfe Essen e.V. (VSE) mittlerweile 100.000 Jugendliche erreicht, allein in Essen über 8.500. Insgesamt 1.928 Einrichtungen aus ganz Deutschland haben seit Beginn des Erfolgsprojekts im Jahr 2005 am Training zur Finanzkompetenz teilgenommen.

Hinzu kommen über 40.000 Internetnutzer der interaktiven Onlineversion www.finanzfuehrerschein.de. Ähnlich einer Führerscheinprüfung müssen beim FinanzFührerschein Fragen rund ums Thema Geld beantwortet werden. Es geht um typische Schuldenfallen wie Dispokredit, Versicherungen, Handy oder Kostenfallen beim Internetsurfen und Onlineshoppen. Das Projekt ist in mehreren Modulen für verschiedene Altersgruppen erhältlich und wird durch das Land NRW und die Stadt Essen unterstützt und finanziell gefördert.

Wer die FinanzFührerschein-Prüfung besteht, erhält ein Zertifikat, welches alltagstaugliche Finanzwissen bescheinigt. „Mit seinen Angeboten zur Schuldenprävention leistet der Verein Schuldnerhilfe einen wichtigen Beitrag zum erzieherischen Jugendschutz,“ lobt Peter Renzel die Arbeit des Vereins. 2.355 Essener Jugendliche erreichte der Verein allein im vergangenen Jahr mit seinen Präventionsmaterialien.

Ein übersteigertes Konsumbedürfnis, aggressives Marketing von Handel und Banken und fehlendes Wissen über Finanzgeschäfte führen immer mehr Menschen in die Überschuldung. „Jungen Menschen fehlt häufig die Kompetenz in finanziellen Dingen. Damit sie auf dem Weg ins Erwachsenenleben finanziell nicht ins Straucheln geraten, ist die Vermittlung von Finanzwissen besonders wichtig“, so Hans Aring, Vorstandsmitglied des VSE.

Bereits 2008 hat der VSE mit seinem Projekt den ersten Preis des Innovations-Wettbewerbs „Gemeinschaft bildet“ von AWO und Aktion Mensch gewonnen. Der 100.000ste FinanzFührerschein ist Anlass, mit Stolz auf das Geleistete zurückzublicken. „Aber darauf werden wir uns nicht ausruhen“, so Hans Aring. „Wir müssen unser Angebot den sich schnell wandelnden Angeboten etwa im Bereich des Mobilfunks und der Internetgeschäfte ständig anpassen, um auch aktuellen Schuldenrisiken pädagogisch zu begegnen.“

1993 hat der Verein als eine der ersten Stellen in Deutschland mit der schuldenpräventiven Arbeit für junge Menschen begonnen und ist seitdem als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. „Die Vermittlung von Finanzkompetenz ist eine wichtige Aufgabe“, findet Jugenddezernent Peter Renzel, „denn die Jugendlichen von heute sind die Mütter und Väter von morgen. Und als solche müssen sie gelernt haben, mit Geld umzugehen.“

Für seine Präventionsarbeit konnte der Verein in den vergangenen 13 Jahren zusätzlich 500.000 Euro vom Land und bei Stiftungen einwerben. Diese Zuwendungen, mit denen die Prävention weiter ausgebaut werden konnte, wurden durch die finanzielle Unterstützung der Stadt erst ermöglicht. „Hiervon profitieren nicht nur junge Essener, sondern junge Menschen bundesweit“, weiß Wolfgang Huber, Leiter des VSE.