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Glück im Unglück: fair/play hilft bei Glücksspielsucht

25.09.2014

Die Essener Suchthilfe und die Essener Schuldnerhilfe beteiligen sich mit ihrem Projekt fair/play am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht. Am 25.09. wird ein Informationsstand in der Essener Innenstadt aufgebaut. "Wir wollen das Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht aus der Tabuzone holen", erläutert Michael Mombeck von der Essener Suchthilfe das Ziel der Aktion. "Betroffene und ihre Angehörigen sollen wissen, dass und wo es Hilfe gibt".

Seit dem 1. April steht in Essen mit Unterstützung der Krupp-Stiftung Essen ein qualifiziertes, in dieser Form bundesweit einmaliges Hilfsangebot für abhängige Glücksspieler und Angehörige bereit. Im Focus steht der enge Zusammenhang zwischen problematischem Spielverhalten und hoher Verschuldung.

Bei circa 0,5% der Bevölkerung ist nach aktuellen Studien ein problematisches Spielverhalten erkennbar. Für Essen ist somit von etwa 2.800 Betroffenen auszugehen. Die Folgen des Glücksspiels können gravierend sein: Betroffene leiden nicht selten unter Vereinsamung, Depression oder Verschuldung. Über 40 mal haben sich seit Projektbeginn Betroffene an die Berater der beiden Vereine gewandt. Mit dem Aktionstag soll noch mehr Betroffenen Mut gemacht werden, aktiv Hilfe zu suchen.

Politisch bekommt das Projekt nach Einschätzung von Wolfgang Huber, dem Leiter der Schuldnerhilfe Essen, zur Zeit Rückenwind aus Berlin. "Die geplanten gesetzlichen Änderungen gehen in die richtige Richtung. Insbesondere die Abschaffung des 'Punktespiels' an Geldautomaten lässt zuzkünftig auf eine Senkung der Schulden durch Spielverluste hoffen", so Huber.

Langfristig soll das Angebot von "fair/play" noch erweitert werden. Geplant sind ein ambulantes therapeutisches Angebot für Glücksspieler und ein präventives Unterrichtsangebot für junge Menschen zu den Gefahren des Glücksspiels.

Kontakt

Verein Schuldnerhilfe Essen e.V. (VSE): 0201/827260
Suchthilfe.Direkt Essen gGmbH: 0201/86030