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Über unsPressemitteilung

Neues Gesetz zur finanziellen Absicherung im Alter

15.01.2018

Die Schuldnerhilfe Essen gGmbH weist darauf hin, dass seit Beginn des Jahres kleinere Zusatzrenten nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung im Alter angerechnet werden.

Bisher galt: Ein Euro mehr Privatrente bedeutet einen Euro weniger Grundsicherung vom Staat. Damit ist künftig Schluss. Denn ab 2018 gilt: Wer im Alter nur eine kleine gesetzliche Rente bekommt, darf zusätzlich zur Grundsicherung bis zu 208 Euro monatlich aus freiwilliger Altersvorsorge behalten. Aus Sicht der Schuldnerhilfe Essen gGmbH ist dies der wichtigste Aspekt des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes, mit dem zugleich auch das Überschuldungsrisiko älterer Menschen gesenkt werden kann.

„Mit der neuen Regelung haben jetzt auch Mensch mit geringem Einkommen höhere Chancen etwas zur Verbesserung ihrer finanziellen Situation im Alter zu tun“ stellt Geschäftsführer Philipp Hennen fest. Denn zukünftig können auch Geringverdiener oder Teilzeit- und Minijobber von staatlich geförderten Betriebs- und Zusatzrenten profitieren. Die Anreize für eine zusätzliche Vorsorge sind dadurch gestiegen, insbesondere wenn die gesetzliche Rente im Alter absehbar nicht ausreichen wird.

Menschen, die Grundsicherung vom Sozialamt beziehen und privat Vorgesorgt haben, sollte ihre Leistungsbescheide auf die korrekte Anwendung der neuen Regelung überprüfen.

FallBeispiel:

Die Grundsicherung liegt 2018 bei 416 Euro monatlich.

Bei einer gesetzlichen Rente von 300 Euro monatlich stockt das Sozialamt die Bezüge um 116 Euro bis zum Grundsicherungsbetrag auf. Eine zusätzlich Privatrente von 100 Euro wurde bisher komplett angerechnet, das Sozialamt stockt die Bezüge lediglich um weitere 16 Euro auf.

Mit der neuen Regelung kann die Privatrente in Höhe von 100 Euro komplett behalten werden, dem Rentner stehen monatlich 516 Euro anstatt 416 Euro zur Verfügung.

Info unter Tel. 827260