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Schuldner aufgepasst! Pfändungsfreigrenzen erhöhen sich

01.07.2013

Der Verein Schuldnerhilfe Essen (VSE) weist darauf hin, dass die Pfändungsfreigrenzen zum 01.07.2013 auf knapp 1.050 Euro erhöht werden. Für Schuldner mit Unterhaltspflichten gelten höhere Sätze. Die neue Regelung wird für viele verschuldete Arbeitnehmer Verbesserungen bei der Gehaltsauszahlung mit sich bringen. Die Beträge für die Berechnung der Pfändungsfreigrenzen werden alle zwei Jahre jeweils zum 01.07. an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrages für das Existenzminimum angepasst.

Leiter Wolfgang Huber: „Die Pfändungsfreigrenzen bestimmen, wie viel Geld ein verschuldeter Bürger im Fall einer Pfändung seines Einkommen behalten darf. Hierfür gibt es eine amtliche Tabelle, aus der sich die pfändbaren Beträge ersehen lassen." So ist zum Beispiel bei einer 4-köpfigen Familie das Einkommen zukünftig erst ab 1.880 € pfändbar. Betroffene sollten darauf achten, dass der Arbeitgeber ab dem 01.07.13 die neuen Pfändungsfreigrenzen von sich aus beachtet. Sozialleistungen wie Kindergeld oder Wohngeld bleiben weiterhin unpfändbar.

Die Erhöhung der Freigrenzen hat auch Auswirkungen auf bestehende Kontenpfändungen. Hier sollten Betroffene prüfen, ob die neuen Freigrenzen durch die Bank beachtet werden. Falls nicht, muss möglichst bald ein Antrag gestellt werden, um in den Genuss der gesetzlichen Verbesserung zu kommen. Der VSE stellt bei Bedarf neue Bescheinigungen für Pfändungsschutzkonten aus.

Der Verein Schuldnerhilfe hält Informationsmaterial für Betroffene
bereit. Aktuelle Informationen gibt es auch auf www.schuldnerhilfe.de unter "Unser Onlineservice". Hier finden sich auch die neuen Pfändungsfreigrenzen.

Auskunft unter Telefon 827260

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