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Schuldner aufgepasst! Pfändungsfreigrenzen erhöhen sich

08.06.2017

Die Schuldnerhilfe Essen gGmbH weist darauf hin, dass die Pfändungsfreigrenzen zum 01.07.2017 auf knapp 1.140 Euro erhöht werden. Für Schuldner mit Unterhaltspflichten gelten höhere Sätze. Diese neue Regelung bedeutet für viele verschuldete Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen spürbare Verbesserungen bei der Gehaltsauszahlung.

Die Beträge für die Berechnung der Pfändungsfreigrenzen werden alle zwei Jahre jeweils zum 01.07. an die Entwicklung des steuerlichen Freibetrages für das Existenzminimum angepasst.

Geschäftsführer Philipp Hennen: „Die Pfändungsfreigrenzen bestimmen, wie viel Geld ein verschuldeter Bürger im Fall einer Pfändung seines Einkommens behalten darf. Hierfür gibt es eine amtliche Tabelle, aus der sich die pfändbaren Beträge ersehen lassen." So ist zum Beispiel bei einer 4-köpfigen Familie das Einkommen zukünftig erst ab 2.040 € pfändbar. Betroffene sollten darauf achten, dass der Arbeitgeber ab dem 01.07.17 die neuen Pfändungsfreigrenzen von sich aus beachtet. Sozialleistungen wie Kindergeld oder Wohngeld bleiben weiterhin unpfändbar.

Die Erhöhung der Freigrenzen hat auch Auswirkungen auf bestehende Kontenpfändungen. Hier sollten Betroffene prüfen, ob die neuen Freigrenzen durch die Bank beachtet werden. Falls nicht, muss möglichst bald ein Antrag gestellt werden, um in den Genuss der gesetzlichen Verbesserung zu kommen. Die Schuldnerhilfe Essen gGmbH stellt bei Bedarf neue Bescheinigungen für Pfändungsschutzkonten aus.

In der Beratungsstelle der Schuldnerhilfe Essen ist Informationsmaterial für Betroffene erhältlich. Aktuelle Informationen gibt es auch auf www.schuldnerhilfe.de unter "Unsere Tipps und Infos für Sie“. Hier steht auch eine Übersicht zu den neuen Pfändungsfreigrenzen zum Download bereit.