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Über unsPressemitteilung

Verschuldung älterer Menschen steigt - VSE und Verbraucherzentrale beteiligen sich an Aktionswoche

26.06.2012

Mit einer gemeinsamen Informationsveranstaltung für Senioren im Wilhelm-Heine-Seniorenzentrum der AWO beteiligen sich die beiden Essener Schuldnerberatungsstellen an der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung. Am 04.07. folgt ein Gespräch mit dem Essener Seniorenbeirat, um das Thema auch politisch in den Fokus zu rücken. Andrea Grondstein, Beraterin der Verbraucherzentrale NRW in Essen: „Die Altersarmut wächst und immer mehr Seniorinnen und Senioren haben Probleme, Ihre Rechnungen zu bezahlen.

Wir möchten gezielt präventiv tätig werden, aber auch über Hilfsmöglichkeiten aufklären.“ Verantwortlich ist nach Ansicht der Fachkräfte in erster Linie der demographische Wandel mit steigender Lebenserwartung einerseits und sinkenden Renten andererseits. Er führt zu Armut und zunehmender Verschuldung alter Menschen. So stieg der Anteil der über 60jährigen beim Verein Schuldnerhilfe in 2011 von 12,9% auf 14,7%.

Wolfgang Huber, Leiter der Schuldnerhilfe: „Ältere Menschen stehen den komplexen Angeboten von Handel, Banken, Medien- und Teledienstanbietern oft hilflos gegenüber. Für sie ist es aufgrund fehlender Mobilität und mangelnder Internetkenntnisse kaum möglich, sich über passende und günstige Angebote zu informieren. Schuldnerberatung wird sich deshalb in Zukunft verstärkt um die Belange älterer Menschen kümmern.“

Als Beispiel für unseriöse Praktiken nennt Huber die Preisausschreiben-Masche, die Betroffenen einen Gewinn vorgaukelt, den es gar nicht gibt und sie stattdessen zum Abschluss überflüssiger und teurer Verträge verleitet. Bei Nichtzahlung drohen hohe Mahn- und Inkassogebühren und ein Abrutschen in die Überschuldung.